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29. Januar | 19:00 - 20:00
Was machen betrunkene Seeleute in der Wüste? Das Schiff ist gesunken, die Führungsmannschaft hat sich in den Rettungsbooten verpisst. Die Matrosen haben noch einen getrunken, im Wissen, dass der Kahn nicht mehr zu retten ist. Ein paar konnten sich an Land retten, gerade so. Doch da ist wenig zu holen. Nur Sand um sie herum, ein ewiger Strand. Kein Meer in Sicht. Grelle Sonne und sonst nichts. Betrunken irren sie durch die Dürre, noch taumelnd vom Seegang der letzten Jahre.
Es war absehbar, der Kapitän und die Offiziere, die BefehlshaberInnen und Reeder fahren den Karren gegen die Wand, besser, den Kahn auf Grund, und verlassen dann das sinkende Schiff. Die, die schuften und das Schiff am laufen halten, um die schert sich am Ende niemand mehr. Schwankend halten sie einander fest, stolpern orientierungslos durch die Wüste und erzählen sich Geschichten von früher und heute, wie es so weit kam und kommen konnte. Sie singen Lieder und reissen Witze, um sich bei Laune zu halten auf der Wanderung durch dieses öde Nichts, der neuen Gegenwart.
Musik: Michael Dwumoh
Text: Felix Graf






